Die Papiertüten beim Einkaufen, wie nachhaltig sind sie wirklich?

Die Papiertüten beim Einkaufen - Wie nachhaltig sind sie wirklich?

Plastiktüten sind out, das ist nichts neues. Erst waren sie nicht mehr kostenlos zu haben, mittlerweile werden sie komplett aus dem Sortiment verbannt. Die vermeintliche Alternative: Papiertüten. Doch sind die braunen Tüten wirklich so nachhaltig wie sie aussehen?

18 Uhr. Nach einem vollen Tag auf der Arbeit noch schnell ein paar Besorgungen machen, der Magen meldet sich schon. Du stehst geschafft an der Kasse und dir fällt dir auf: Wie bekomme ich den Kram jetzt eigentlich nach Hause? Die Plastiktüte kommt nicht in Frage, ist ja nicht nachhaltig. Dann nehme ich eine Papiertüte. Ist zwar ein wenig teurer, aber immerhin nachhaltig.

Das Plastiktüten keine zeitgenössische Alternative sind, brauchen wir Dir nicht erzählen. Das sagen auch die Zahlen der Statistiken der letzten Jahre aus - immer mehr Deutsche verabschieden sich von der Plastiktüte. Doch tut man der Umwelt tatsächlich einen Gefallen, indem man zur Papiertüte greift?


Der Verbrauch an Plastiktüten sinkt


Papiertüten sind biologisch abbaubar

Der große Vorteil ist, dass sich Papier zersetzt, wenn es dann doch mal in die Umwelt gelangt. Ganz im Gegensatz zu Plastik, das nie verschwindet. Selbst nach 500 Jahren existiert die Plastiktüte zwar in der Form nicht mehr, aber es zerteilt sich in Mikroplastikteilchen - und das bleibt der Erde auf ewig erhalten. Und verfangen können sich Meeresbewohner auch nicht in ihnen. Und das alles für eine tatsächliche Benutzung von durchschnittlich nur 25 Minuten!

Wenn es um eine höhere Umweltfreundlichkeit geht, so würden wohl die meisten die Papiertüte der Plastiktüte vorziehen. Doch das stimmt nur bedingt.

 

Die traurige Wahrheit. Die Ökobilanz von Papiertüten

Um Papier halbwegs stabil zu machen, müssen mehr Rohstoffe bei der Produktion verwendet werden. Um genau zu sein 3 mal so viel wie für eine Plastiktüte. Damit muss auch doppelt so viel Wasser und Energie aufgewendet werden wie bei der Herstellung herkömmlicher Einweg-Plastiktüten.

 

Heißt kurz gesagt: Man muss eine Papiertüte mindestens 3 mal wiederverwenden, um den Nachteil zu kompensieren, dass bei der Herstellung mehr CO2 ausgestoßen wird. Nur dann ist sie tatsächlich umweltfreundlicher als eine Plastiktüte.

 

Kritisch ist nur, wie Du sicher selbst weißt, dass die Haltbarkeit einer Papiertüte seltenst auch tatsächlich so lang ist oder die Gewohnheit einfach anders aussieht als die Tüte wiederzuverwenden.

 

Vergleich der Klimabilanzen verschiedener Optionen

 

 

Die Langzeitalternative

Auf lange Sicht ist es ökologisch am sinnvollsten einen Baumwollbeutel aus möglichst ökologischer Herstellung zur Hand zu nehmen. Beispielsweise zertifiziert durch Ökotex.


Die Produktion von Stoffbeuteln ist zwar ebenfalls aufwändig, für die Kompensation des CO2 Ausstoßes muss der Beutel mindestens 20 mal benutzt werden, jedoch ist der Jutebeutel zum Einen erdölfrei und zum Anderen bietet er die nötige Robustheit eine lange Lebensdauer zu gewährleisten. Omi hatte also schon immer Recht.


Es kommt grundsätzlich darauf an Alternativen die Tüte, egal aus welchem Material, so oft wie möglich wiederzuverwenden, denn Einweg ist kein Weg. Auf lange Sicht ist der Baumwollbeutel die nachhaltigste Alternative, mit der du auch noch ein Statement setzen kannst.

Schau hier gern vorbei, wenn dir noch das richtige Piece für deinen nachhaltigen Einkauf fehlt!

Jutebeutel sind die Alternativen.

 

 

Baumwollnetz zum Einkaufen

Quellen:

 


Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen