Erfahrungen & Bewertungen zu Crafting Future
1.000.000.000 Elefanten - Die Dimensionen von Plastik global – avoid waste

1.000.000.000 Elefanten - Die Dimensionen von Plastik global

Geht man heutzutage in den Supermarkt, findet man viele Produkte mit Plastikverpackungen. Duschgel, Shampoo, Lotion- ohne Plastikverpackung fast schon unvorstellbar! Und selbst andere Artikel werden zunehmend mit diesem praktischen Stoff umhüllt. Gibt es doch mittlerweile schon kleine Süßigkeiten jeweils einzeln verpackt. Ja sogar Obst und Gemüse befinden sich immer öfter umhüllt von schützenden Verpackungen. Und wer kennt da nicht die schon vorgeschnittenen Obstsalate, Salat-to-go, ja sogar Pilze gibt es schon zerkleinert- in einer Plastikschale mit Plastikfolie umhüllt.

War das schon immer so? Wurde schon immer so viel in Plastik gepackt?

Nein. Tatsächlich steigt die Plastikproduktion jährlich im Durchschnitt um ca. 8,4%. Zum Beispiel wurden 1950 weltweit 1 Mio. Tonnen Plastik produziert. Selbst 1970 waren es dann noch “nur” 50 Mio. Tonnen. 2003 waren es jedoch schon 200 Mio. Tonnen und in 2016 wurden ganze 380 Mio. Tonnen Plastik produziert. Hieran erkennt man ein nahezu exponentielles Wachstum.

Seit 1950 wurden global etwa 8,3 Bio. Tonnen Kunststoff erzeugt. Diese Menge entsprich:

Zählt man das ganze seit 1950 produzierte Plastik zusammen, kommt man auf eine stolze Summe von 8,3 Bio. Tonnen. Das entspräche etwa 52.000.000 Kölner Dome. Beunruhigend ist jedoch auch, dass die Produktion kein Ende zu nehmen scheint und man weiterhin mit einem exponentiellen Wachstum rechnen muss.

Kein Ausweg also?

Doch! Ein Weg über die Plastikmüllproblematik Herr zu werden, ist dieses zu recyceln. Neben dem gewöhnlichen Recyceln gibt es weltweit auch schon ungewöhnlichere Ansatzweisen. In Nigeria, zum Beispiel, kann man mittlerweile Häuser aus PET-Flaschen erwerben. Dies hat den Vorteil, dass die Flaschen nicht mehr in der Natur landen oder verbrannt werden, sondern zum Bau von günstigen Wohnhäusern genutzt werden. In Nigeria herrscht akuter Wohnungsmangel und viele können sich keine teuren Häuser leisten. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese “Plastik”-Häuser zusätzlich extrem stabil sind und sogar Erdbeben, Feuer und Geschossen standhalten. Um ein solches Haus zu bauen, werden die Flaschen mit Sand gefüllt, zugeschraubt, nebeneinander aufgereiht und mit Lehm und Zement zu einer Wand verbunden. Der Sand wirkt wie eine natürliche Dämmung, wodurch in den Innenräumen konstante 18 Grad herrschen.


Natürlich sind wir der Meinung, dass es besser ist, soviel Müll erst gar nicht zu produzieren. Da die Müllverschmutzung jedoch schon so fortgeschritten ist, begrüßen wir jede Idee, den vorhandenen Müll sinnvoll zu nutzen und besonders, wenn dadurch Menschen in Not geholfen werden kann.  
 

Quelle:
https://biooekonomie.de/studie-2017-plastikproduktion-und-verbrauch-weltweit
https://www.welt.de/wissenschaft/article13741229/Plastikflaschen-machen-Wohnhaeuser-bombensicher.html

Autoren:
Kristof Balke (Hauptautor), Stefanie Schwarz, Jan Patzer


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