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Food Waste - Das kannst Du tun

Pro Minute werden in Deutschland ganze 19 Tonnen Lebensmittel weggeschmissen. Was das Problem ist und wo diese Verschwendung überall anfällt, erfährst du in Teil 1 des Food Waste Blogposts.

Doch was du tun kannst, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, erfährst du hier.



Unser großes Problem

60 % der verschwendeten Lebensmittel gehen also auf die Produzenten zurück.

Aber es sind eben immer noch knapp 40%, für die wir als Verbraucher allein verantwortlich sind.

“Dann schmeiß ich den Salatkopf eben weg, sind ja nur 90 Cent.” Lebensmittel haben keinen hohen Wert für uns, sie sind selbstverständlich. Zudem haben wir schlichtweg ein Überangebot an Nahrung, das uns beim Einkaufen jedes Mal fast überfordert. Welcher der 300 verschiedenen Joghurts wird es wohl heute? Wir sind es gewohnt, dass immer alles vorrätig ist im Supermarkt und wenn dann doch mal etwas ausverkauft ist, beschweren wir uns. “Können die nicht gefälligst besser kalkulieren?!”

Insgesamt müssen wir endlich anfangen, mit Lebensmitteln bewusster umzugehen. Denn die sind bei Weitem keine Selbstverständlichkeit.


Das kannst Du tun

Niemand plant, Lebensmittel wegzuwerfen, das ist klar. Und trotzdem kommt diese utopische Zahl zustande. Und dafür ist jeder Einzelne gleichermaßen verantwortlich.


Du brauchst einen Plan

Daher solltest du deinen Einkauf ganz genau planen. Kauf nur das, was du auch tatsächlich verbrauchen wirst und koch nur so viel, wie du auch wirklich essen wirst. Im Zweifelsfall geh´ lieber einmal öfter einkaufen, anstatt den Wocheneinkauf wieder ausarten zu lassen.



Fragt euch einmal öfter, ob wirklich unbedingt 10 Brotaufstriche gleichzeitig geöffnet werden müssen. Gerade Obst und Gemüse landet dann häufiger als geplant im Müll (34%). Du kannst Obst, das nicht mehr das frischeste ist, ganz einfach in Smoothies verwandeln. Nicht mehr ganz frisches Gemüse kann trotzdem noch super für Pfannengerichte oder Currys verwendet werden. Und damit angefangenes Gemüse länger frisch bleibt, kann dir Bienenwachspapier helfen.


Rest ist nicht gleich Abfall

Manchmal fehlt auch die nötige Inspiration, um noch ein leckeres Gericht auf die Beine zu stellen. Apps wie “Zu gut für die Tonne” oder “Eat smarter” helfen dir, coole Rezepte zu finden, die eure Reste in ein smartes Gericht packen.

Sollte dann trotzdem mal etwas über sein, registrier dich auf der Website Foodsharing, um die Reste zu verschenken. Ein anderer wird sich dazu noch freuen. Und euer Mülleimer dankt euch für die Entlastung.


Denk einmal mehr darüber nach

Backwaren machen immerhin 14% der Abfälle aus. Auch das kann durch rechtzeitiges Einfrieren ganz einfach verhindert werden. Man muss nur früh genug mitdenken.

Bevegt.de hatte da auch eine geschickte Idee: die “Iss-mich-zuerst” Box, die recht selbsterklärend ist.

Häufig sind es auch Milchprodukte, die den Weg in den Mülleimer finden (9%). Dabei bitte daran denken, dass es Mindesthaltbarkeitsdatum heißt und nicht “Sofort tödlich ab- Datum”.


Beachtet außerdem: nicht alles gehört in den Kühlschrank. Das richtige Know-how über die richtige Lagerung von Lebensmitteln ist eben auch essentiell für die Vermeidung von Food Waste.

Und das beste? Man spart damit auch noch Geld! Durchschnittlich landen in Deutschland nämlich pro Person Lebensmittel im Wert von ganzen 300€ in der Tonne.



Wenn du also ein bisschen bewusster durch die Weltgeschichte läufst, besonders beim Einkaufen, ist es auch gar nicht mehr so schwer, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Lasst uns also gemeinsam dem Food Waste den Kampf ansagen.

 

Quellen

https://www.zugutfuerdietonne.de/warum-werfen-wir-lebensmittel-weg/wie-viel-werfen-wir-weg/

https://www.bevegt.de/lebensmittelverschwendung/




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