Die erste klimaneutrale Seifendose

Die erste klimaneutrale Seifendose

Von Can Lewandowski

Die erste klimaneutrale Seifendose
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Das Zuhause nachhaltig gestalten: Avoidwaste bringt die erste klimaneutrale Seifendose auf den Markt – erdölfrei und recycelbar 

Hannover, 27.11.2020 – Avoidwaste, Impact Startup für Müllvermeidung, bringt die erste klimaneutrale Seifendose auf den Markt. Die Seifendose ist flexibel auf Reisen und im eigenen Zuhause einsetzbar. Sie ist erdölfrei, recyclingfähig, in Hannover entwickelt und in Deutschland gefertigt. Durch den Einsatz von Zuckerrohr, welches CO2 bindet, punktet die Seifendose mit einer CO2-Bilanz von nur 200 g – das entspricht weniger als fünf Minuten duschen. Das Startup geht damit einen wichtigen Schritt für messbar nachhaltige und lokal produzierte Produkte.

Eine Seifendose aus Zuckerrohr: erdölfrei und recyclingfähig 

„Die meisten Konsument*innen sind sich nicht bewusst, in wie vielen Alltagsprodukten Erdöl steckt, das unsere Natur und Lebensräume zerstört“ erklärt Jan Patzer, Mitgründer von Avoidwaste. „Das möchten wir ändern und das Bewusstsein für nachhaltige Alternativen schärfen.“ Zudem landen heutzutage immer noch viele Produkte im Müll, statt recycelt zu werden. In Deutschland wurden 2017 lediglich 15,6 Prozent aller Kunststoffabfälle wiederverwertet*. Der Ressourcenverbrauch ist enorm und verschärft die Klimakrise. Viele biobasierte Materialien sind aufgrund ihrer Zusammensetzung nicht recycelbar. Die Seifendose kann jedoch aufgrund eines speziell ausgewählten Monomaterials über den normalen Wertstoffkreislauf in der Gelben Tonne bzw. im Gelben Sack entsorgt werden.

Seifen: ein Alltagsgegenstand mit großer Wirkung

Das Badezimmer ist ein beliebter Einstieg für Menschen, die ihr Zuhause nachhaltiger gestalten möchten. Mehr als 14 Milliarden Euro gaben Verbraucher*innen in Deutschland 2019 für Schönheitsprodukte aus**. Zahnbürsten aus Bambus ersetzen Kunststoffprodukte, Zahnpasta ist mittlerweile im Glas statt in Tuben erhältlich. Seifen am Stück für Hände, Körper und auch Haare feiern ein Comeback: Sie schonen die Umwelt und sparen Plastikmüll. „Was noch fehlt ist eine nachhaltige Seifendose. Es gibt Seifendosen aus erdölbasiertem Kunststoff oder aus Weißblech, in welchen die Seifen aufgrund des fehlenden Abtropfgitters kaum trocknen“ reflektiert Nadja Sommer, Produktdesignerin bei Avoidwaste. „Dieses Feedback haben wir von Kund*innen erhalten und eine Seifendose entwickelt, die unsere Anforderungen an nachhaltige Produkte erfüllt.“

Lokal hergestellt in Deutschland

In ersten Material-Experimenten mit Reishülsen und Weizenstroh kooperierte Avoidwaste mit Partnern im Ausland. Nun setzt das Startup auf die Produktion in Deutschland, um die Lieferketten zu verkürzen. Mit der Seifendose als Pilotprojekt ist das Team dem Ziel ein großes Stück nähergekommen. Auf die Entwürfe aus Hannover folgten Prototypen aus dem 3D-Drucker. Nun folgt die Serienproduktion durch einen Spritzgussgießer in Norddeutschland. „Die Lieferkette zu unserem Lager und von dort zum Konsumenten ist durch die lokale Produktion enorm schlank gehalten. Das gibt uns Flexibilität, erleichtert es, eine hohe Qualität und Langlebigkeit sicherzustellen und reduziert den Fußabdruck substanziell“ erklärt Can Lewandowski, Mitgründer von Avoidwaste.

Verfügbarkeit und Preise


Über Avoidwaste

Avoidwaste ist eine Marke der Crafting Future GmbH. Als Impact Startup bietet Avoidwaste funktionale Produkte für den Alltag, die es einfach machen Müll zu vermeiden. Das Ziel ist es Einwegmüll zu reduzieren und das Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit in der Gesellschaft zu stärken. 

Quellen

*Plastikatlas 2019 Heinrich Böll Stiftung und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Link zu PDF

**Hochrechnung des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel, https://www.ikw.org/ikw/der-ikw/fakten-zahlen/marktzahlen/