Sustainable Development Goals (SDGs)

Nachhaltigkeit, das ist ein komplexes Thema mit verschiedenen Dimensionen. Was macht die Politik daraus? Wir machen es dir einfach und zeigen in diesem Beitrag wie die UN mit den Sustainable Development Goals sicherstellen möchte, dass Nachhaltigkeit auf der gesamten Welt gleichzeitig gefördert wird und dass es dabei um mehr geht als nur Klimaschutz.

Was sind die Sustainable Development Goals?

Die Sustainable Development Goals (SDG) oder auf Deutsch die “Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung” dienen als eine politische Zielsetzung, beschlossen von den Vereinten Nationen, für eine nachhaltigere und bessere Zukunft für alle. Das Gipfeltreffen fand vom 25. bis zum 27. September 2015 statt. Die SDGs bestehen aus 17 miteinander verbundenen Zielen, ausgerichtet auf die ökonomischen, sozialen und ökologischen Dimensionen. Die Ziele befassen sich mit globalen Herausforderungen einschließlich Armut, Ungleichheit, Klimawandel, Umweltzerstörung, Frieden und Gerechtigkeit und, um niemanden zurückzulassen, sollten alle bis zum Jahr 2030 erreicht werden.

„Nachhaltige Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können”

- Brundtland, „Our common future.“ New York (1987)

Sustainable Development Goals (SDGs)

SDGs und die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit

In unserem Beitrag “Nachhaltigkeit einfach erklärt” haben wir die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit vorgestellt. Mit den SDGs hat die UN ein Framework geschaffen, welches weltweit zur Hilfestellung genutzt werden kann, nachhaltige Entwicklung in allen drei Dimensionen voranzutreiben. Auch die Wirtschaft hat sich das Framework zu Nutzen gemacht, und für Unternehmen relevante Ziele in die eigene Strategie mit einfließen lassen. Die SDGs bilden somit für viele die Grundlage für ein nachhaltigeres Wirtschaften.

Beispiel für ein Ziel der sozialen Dimension

Das SDG 10 fordert die Einkommens- und Vermögensungleichheiten – auch in Deutschland – zu verringern. Dabei geht es darum, die Chancengerechtigkeit und die Teilhabemöglichkeiten für alle Menschen – unabhängig von ihrem Alter, Geschlecht, einer Behinderung, Ethnizität, Herkunft, Religion oder ihrem wirtschaftlichen Status – zu gewährleisten.

Beispiel für ein Ziel der ökonomischen Dimension

Für das SDG 12 kann jede*r einen Beitrag leisten! Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion verlangen, heute so zu konsumieren und zu produzieren, dass die Bedürfnisse der heutigen und der künftigen Generationen unter Beachtung der Belastungsgrenzen unseres Planeten gedeckt werden können. Dabei spielt vor allem die Reduzierung des Abfalls und eine effizientere und umweltfreundlichere Verwendung natürlicher Ressourcen eine große Rolle.

Beispiel für ein Ziel der ökologischen Dimension

Der Schutz des weltweiten Klimas, verankert in SDG 13, stellt eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts dar. Dabei markierte das UN-Klimaschutzabkommen von Paris einen Meilenstein in der Klimaschutzpolitik und gibt das internationale Ziel vor, den globalen Temperaturanstieg deutlich unter 2°C zu halten. In Deutschland gilt es nun rasch zu handeln und Strategien zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung zu entwickeln. Kommunen haben verstärkt mit Hitzewellen oder Extremwetterereignissen wie Starkregen, Stürmen oder Überschwemmungen an Flüssen zu kämpfen.

Du möchtest mehr über die SDGs erfahren? Hier findest du weitere Informationen.